Energiewende?


Das ist die Geschichte, die uns die Bundesregierung 2010 verkaufte: der grosse Aufstieg der Erneuerbaren soll den Atom-Ausstieg nach dem Fukushima-Schock möglich machen. Und es wird durch gesteigerte Effizienz eine Menge Energie eingespart.

Die Grafik nebenan (grössere Ansicht) ist keine linke Propaganda, sondern ein Auszug aus dem 2. Fortschrittsbericht zur Energiewende (erschienen 2019 mit augewerteten Daten bis 2017). Sie zeigt einen geringfügig geringeren Endenergieverbrauch für die Beheizung von Gebäuden in Deutschland als im Bezugsjahr 2008, seit2014 aber jährlich steigende Werte, was sich nach anderen Quellen auch 2018 fortsetzt!

Selbst der - um die Schwankungen durch den Witterungsverlauf bereinigte - spezifische Endenergieverbrauch je m² Nutzfläche hat sich 2018 wieder erhöht! Wie ist das möglich, wo neubauten nach der (allerdings überaus frechen) Ansicht der Bundesrgierung annähernd das Niveau von "Niedrigstenergie-Gebäuden" haben, wie ihn das EU Gebäuderichtlinie von 2018 zur Umsetzung in nationale Gesetze (in Deutschland das in der Beratung befindliche Gebäudeenergiegesetz, das die EnEV ablösen wird) bis 2020 fordert?

  • Einerseits wird offensichtlich "verschwenderisch geheizt". 
  • Andererseits werden kaum Altbauten saniert. Statistiken nenen eine "jährliche Sanierungsrate" von etwa 1% der bestehenden Gebäude - weit zu wenig, um irgend eins der neu formulierten Klimaschutzziele für 2050 zu erreichen!

 Förderung (Altbau)


Seit 24. Januar 2020 gelten im Zuschussprogramm 430 der KfW Zuschuss-Sätze zwischen 20 % und 40 % für Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Die Sätze sind nach der Qualität bzw. dem Umfang der umgesetzten Massnahmen gestaffelt, von Einzelmassnahmen (Fördersatz 20 %):


  •     Erneuerung von Fenstern (U maximal 0,95 W/m²K)
  •     Wärmedämmung von Aussenwänden (U maximal 0,20 W/m²K)
  •     Wärmedämmung von Dachflächen bzw. Geschossdecken (U maximal 0,16 W/m²K)
  •    Optimierung der bestehenden Heizungsanlage und EInbau von effizienten Lüftungsanlagen (neue Heizungen mit Erneuerbarer Energie werden im Programm "MAP" (BafA) seit Januar 2020 ebenfalls deutlich besser gefördert als zuvor - der höchste Zuschuss-Satz ist dort 45 %
  •     Wärmedämm-Massnahmen an weiteren Hüllflächen-Bauteilen bei ausreichender Qualität

bis zu Effizienzhäusern im verschiedenen Effizienzklassen, die sich jeweils als Prozentwerte der im Jahr 2016 zulässigen Kennwerte für Primäerenergiebedarf von Neubauten definieren:


  •     Effizienzhaus Denkmal und 115 (25 %)
  •     Effizienzhaus 100 (27,5 %)
  •     Effizienzhaus 85 (30 %)
  •     Effizienzhaus 70 (35%)
  •     Effizienzhaus 55 (40%)

Neu ist auch, dass in der Kreditvariante der Förderung (KfW 151 und 152) die Tilgungszuschüsse nun ebenso hoch sind wie die Zuschuss-Sätze des reinen Zuschuss-Programms 430.

Immerhin konnte ich schon für zwei Kunden Sanierungen von Mehrfamilienhäuser auf den ehrgeizigsten Standard begleiten. Es ist jedoch der grosse Ausnahmefall.


Gerne dürfen Sie sich an mich wenden, wenn Sie fachliche Begleitung für eine ehrgeizige Sanierung suchen. In den Förderrichtlinien ist die Mitwirkung eines "Sachverständigen" aus der Effizienzexperten-Liste der dena erforderlich. Ich bin dort mittlerweile unter PLZ 64385 (Südhessen) gelistet. 

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